
Die Schule in Dodenburg
Wie aus dem Ortskapitel Heckenmünster hervorgeht (siehe dort), gab es im 19. Jahrhundert sowohl in Dodenburg,
als auch in Heckenmünster ein Schullokal, das von dem selben Lehrer verwaltet wurde.
Der Schulsaal war mit Stroh gedeckt.
Im Jahre 1871 wurde das Dach neu mit Schiefer eingedeckt.
Die Kosten beliefen sich auf 150 Mark. (aus dem Beschlußbuch) In den Jahren 1872 - 1878 wurde in
Dodenburg ein neu es Schulgebäude errichtet. Die Baukosten betrugen damals 464 Mark. Der Schulsaal
war 7,10 m lang und 4,54 m breit.
Zur gleichen Zeit existierte auch noch ein Schulgebäude in Heckenmünster.
Über Jahrzehnte währten die Streitigkeiten zwischen beiden Gemeinden um den Schulstandort, da es in beiden
Gemeinden nicht genügend Schulkinder gab, um eine eigenständige Schule zu eröffnen. Der Lehrer war auch
gleichzeitig als Küster angestellt, mußte also auch in Heckenmünster, dem Pfarrorte, präsent sein.
Andererseits besaß die Gemeinde Dodenburg im 19. Jahrhundert stets mehr Schulkinder als Heckenmünster.
Dieses Gerangel änderte sich erst mit dem Brand des Schulhauses in Heckenmünster 1891. Ab diesem
Zeitpunkt wurde nur noch in Dodenburg Schule gehalten.
Der erste Lehrer, der nur noch in Dodenburg war, war mit Sicherheit Jakob Mäling 1894 - 1907, aber
auch die beiden Vorgängerinnen, Johanna Ries 1887 - 1893 und Barbara Veit 1893 - 1894 wurden in den
Akten als "Lehrer in Dodenburg" bezeichnet. In den Jahren um 1925 stand ein Schulhausneubau an, da das
alte Gebäude in einem schlechten Bauzustand war.
In einer Sitzung am 15. April 1925 beschloß der
Schulvorstand des Schulverbandes Dodenburg-Heckenmünster mit 5 (Dodenburg) gegen 4 (Heckenmünster)
Stimmen, einen Schulhausneubau in Dodenburg in Angriff zu nehmen. Da daraufhin die Vertreter aus
Heckenmünster die Beteiligung an den Baukosten ablehnten, beschloß die Versammlung, wiederum mit 5
zu 4 Stimmen, daß die Gemeinde Dodenburg die Baukosten übernehmen solle.
Die Vertreter von
Heckenmünster sprachen sich gegen diesen Antrag aus und erklärten: "wir stehen einmütig auf dem
Standpunkte, daß die Schule zur Kirche und somit nach Heckenmünster gehört und daß, falls in
Heckenmünster das Schulhaus gebaut werden soll, die Kosten zu Lasten des Gesamtschulverbandes
gehen müssten" (aus dem Beschlußbuch des Schulverbandes Heckenmünster-Dodenburg).
Die Schule
wurde daraufhin in Dodenburg auf Kosten der Gemeinde Dodenburg im Jahre 1926 errichtet. Der Landwirt
Nikolaus Döres erklärte sich bereit, das alte Schulgebäude zu einem Kaufpreis von 1000 Mark zu erwerben.
Die Kosten des Schulneubaus wurden auf 35000 Mark veranschlagt.
Zu Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Schule wie überall geschlossen. Regelmäßiger Schulunterricht
wurde erst mit dem Lehrer Berthold Adam am 01.12.1948 aufgenommen. Vorher wurde der Schulunterricht
vertretungsweise aufrechterhalten.
Im Jahre 1956 wurde eine Elektroheizung in die Schule eingebaut. Das alte Schulgebäude wurde im Jahre
1971 privat verkauft.
Schulstatistik / Anzahl der Schüler
| Jahr |
1894 |
1906 |
1938 |
1950 |
1955 |
1960 |
1965 |
1969/70 |
| Dodenburg |
|
|
|
34 |
25 |
21 |
10 |
12 |
| Heckenmünster |
|
|
|
15 |
16 |
16 |
21 |
15 |
| gesamt |
22 |
23 |
29 |
49 |
41 |
37 |
31 |
27 |
Die Lehrer
Die Lehrer der Schule Heckenmünster-Dodenburg
1796 - 1806 Peter Wallenborn
1837 - ? Lehrer Funk
1840 - 1845 Matthias Neimes
1845 - 1849 Mathias Gemmel
1849 - 1854 Johann Bauer
1854 - 1856 Mathias Keil
1856 - 1857 Peter Krickel
1857 - 1862 Martin Heinz
1862 - 1863 Bernhard Peters
1863 - 1865 Wilhelm Servatius
1865 - 1866 Joseph Schmitt
1866 - 1868 Mathias Gottesleben
1868 - 1872 Joseph Schmitt
1872 Ludwig Bach
1872 - 1873 Jakob Roerig
1873 - 1874 Nikolaus Endres
1874 - 1876 Heinrich Seibel
1876 - 1877 Johann Mathias Krones
1877 - 1878 Matthias Spang
1878 - 1879 Johann Müller
1879 - 1882 Johann Jonas
1882 - 1884 Johann Hegener
1884 - 1886 Peter Adam
1886 - 1887 Anton Johnitz
1887 Michael Hegener
1887 Robert Wagener
Lehrer der Schule Dodenburg
1887 - 1893 Johanna Ries
1893 - 1894 Barbara Veit
1894 - 1907 Jakob Mäling
1907 - 1917 Lehrer Brand
1917 - 1919 Lehrerin W. Bollinger
1919 Lehrerin M. Monzel
1920 - 1921 Lehrer P. Krämer
1921 - 1931 Wilhelm Bläsius
1931 Lehrer H. Zöllner
1931 - 1936 Robert Schroer
1934 Robert Thelen
1936 - 1948 Wilhelm Wegmann
1948 - 1952 Berthold Adam
1949 - 1956 Margarethe Glöckner (Handarbeitslehrerin) 1952 - 1960 Helmut Thul
1956 - 1960 Frau Thul (Handarbeitslehrerin)
1960 - 1961 Frau Cillien (Handarbeitslehrerin)
1960 - 1966 Martin Klar
1961 - 1966 Martha Klar (Handarbeitslehrerin)
1966 Karl Werner Simon (Vertretung)
1966 - 1971 Heribert Ries
1966 - 1971 Hella Ries
Durch Organisationsverfügung der Bezirksregierung Trier wurde die Volksschule Dodenburg mit Beginn
des Schuljahres 1971/72 an aufgelöst. Nachdem schon ab dem Jahre 1969 die Schüler des 9. Schuljahres
die Schule in Gladbach besuchten, wurden nun auch die restlichen Schüler dem Schulverband
Niersbach-Gladbach zugewiesen.
Die hauptschulpflichtigen Kinder der Gemeinde Heckenmünster besuchten
bis zur Fertigstellung der Hauptschule Salmtal ab dem 01. 08.1976 die Volksschule in Hetzerath.
Das Schulgebäude wurde in den Jahren 1975/76 noch einmal für schulische Zwecke als Ausweichklasse
der damals überfüllten Volksschule Salmtal benutzt.
Die grundschulpflichtigen Kinder der Gemeinde Dodenburg besuchen heute die Grundschule in Gladbach
und die grundschulpflichtigen Kinder der Gemeinde Heckenmünster besuchen die Grundschule in Salmtal
Ortsteil Salmrohr.
Die hauptschulpflichtigen Kinder beider Gemeinden besuchen die Hauptschule in Salmtal.