Die Kapelle Rodenerden
Die Kapelle wurde anscheinend erst zur Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet, da in einer Grenzbeschreibung aus
dem Jahre 1528 lediglich ein "Bildstock von Rodenerden" erwähnt wurde.
Immerhin wurde in der ersten Tridentinischen Visitation des Erzstifts Trier im Jahre 1569, eine Kapelle Rodenerden,
die den heiligen Nikolaus zum Patron hatte, verzeichnet.
Der Hofmeister Bockholtz zu Dodenburg nahm im Jahre 1791 die Glocke der Kapelle in Verwahrung, um diese so
vor Dieben zu sichern, da nach seinen Angaben die Kapelle damals "ganz allein im Feld" stand.
Die Hofhäuser existierten also anscheinend damals nicht mehr. Die Glocke wurde in der
Dodenburger "Gemeindskapelle" aufbewahrt.
Bockholtz gab weiterhin an, daß die Kapelle Rodenerden
noch bedeutende Einkünfte habe, die der Pfarrer von Heidweiler als Verwalter der
"Pfarrkirche" Münster (Heckenmünster) dieser zugeschlagen habe. Über das weitere Schicksal der
Kapelle gibt ein Pachtvertrag aus dem Jahre 1824 Auskunft.
In den Pachtbedingungen wird folgendes festgelegt: die Pächter sollen ...
"um die dieses Jahr (1824) abgebrochene hochgräfliche
Rodenerdener Kapelle auf der Stelle, wo selbe gestanden hat und letztens etwas tiefer werden bestanden
alles anfachern (verbrennen) die Steine und hinderliche Mauerriß aufräumen und fortschaffen und genar
in den morastigen Weg am Baumgarten allda, sodaß die 3 abgedeckten Stellen am Ende dieser Verpachtung
teils Ackerland und teils als Pesch in vollkommen gutem Stande seyen."